Hohe Erwartungen an das Datengeschäft der Zukunft: Storage-Strategien für digitale Unternehmen

Vernetzte Produkte und digitale Geschäftsmodelle sorgen für zusätzliche Umsatzchancen, lassen allerdings auch die Datenmenge in Unternehmen rasant steigen. Das sorgt für Innovationen im Storage-Markt.

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Die Digitalisierung läuft auf Hochtouren. Während noch vor zwei Jahren die Mehrheit der deutschen Unternehmen am Beginn ihrer Digitalisierungsreise waren, befinden sich mittlerweile knapp zwei Drittel (62 Prozent) inmitten des Transformationsprozesses. Immerhin fast jedes fünfte Unternehmen (18 Prozent) sieht seine digitalen Geschäftsmodelle bereits in einer Wachstums- und Skalierungsphase. Der Anteil der Unternehmen, die noch keine Initiativen für eine Digitalisierung ihres Angebots und Geschäftsmodells ergriffen haben, liegt dagegen nur noch bei 15 Prozent. Das hat eine Studie ergeben, die Fujitsu in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Crisp Research in insgesamt zehn unterschiedlichen Branchen durchgeführt hat.

Die Erwartungen, die Unternehmen an das Datengeschäft der Zukunft haben, sind hoch: So erwarten zwei Drittel der befragten Entscheider (67 Prozent), dass das eigene Unternehmen im Jahr 2020 mehr als zehn Prozent seiner Umsätze mit digitalen Produkten und datenbasierten Geschäftsmodellen erwirtschaften wird. Die Herausforderungen bei der Umsetzung sind den Befragten durchaus bewusst. Mehr als ein Drittel (37 Prozent) sieht im eigenen Unternehmen noch Nachholbedarf, wenn es darum geht, eine unternehmensweite Datenstrategie zu implementieren.

Neue Ansätze gefragt

Der Trend zum digitalen Unternehmen zeichnet sich auch klar in der Entwicklung des Datenwachstums in den Unternehmen ab. So sehen 37 Prozent der befragten Entscheider in vernetzten Produkten und digitalen Geschäftsmodellen den wichtigsten Datentreiber, jeweils 30 Prozent nennen IoT- und Industrie-4.0-Lösungen sowie Applikationen mit Kundenbezug.

Trotz des Cloud-Booms speichern und managen die befragten Unternehmen noch einen Großteil der Unternehmensdaten im eigenen Rechenzentrum (57 Prozent). Allerdings zeichnet sich eine langsame Verlagerung in Richtung Managed Service Provider und Cloud Service Provider ab, die in vielen Unternehmen Stück für Stück hybride Storage-Architekturen entstehen lässt.

Kronjuwelen bleiben im Unternehmen

Gerade für Mitarbeiterdaten (58 Prozent) und Finanzdaten (53 Prozent) gilt noch mehrheitlich das Gebot, diese intern zu speichern und zu managen. Nur rund ein Fünftel der befragten Unternehmen gibt diese Daten komplett an externe Provider. Ähnlich sieht es bei Kundendaten (50 Prozent) sowie bei transaktionalen Daten von ERP- oder Logistiksystemen (50 Prozent) aus. Geht es um Daten, die aus E-Commerce- oder Social-Media-Anwendungen generiert werden, halten sich interne und externe Datenhaltung dagegen fast die Waage.