Managed Services auf dem Vormarsch: Teamwork statt Alleingang

Geht es um unternehmensspezifische Speziallösungen, sind Managed Services selten zweckmäßig. Doch alles, was „von der Stange“ kommt, können externe Anbieter häufig günstiger und besser abbilden, als es die eigene IT-Abteilung jemals könnte. Dieser Entwicklung folgen auch immer mehr mittelständische Unternehmen, die sich lieber auf ihre Kernkompetenzen fokussieren.

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Die Auslagerung von Unternehmensaufgaben und -strukturen an externe Dienstleister wird gemeinhin als „Outsorcing“ bezeichnet. Dieser Begriff hat im hiesigen Sprachraum aber gleich in zweierlei Hinsicht einen faden Beigeschmack: So wird unter dem Begriff einerseits auch die Auslagerung von Arbeitsplätzen in kostengünstigere Weltregionen verstanden. Das erfreut weder Arbeitnehmer, noch Gewerkschaften. Konkret bezogen auf die IT haben zahlreiche Unternehmen durch Outsourcing zudem schmerzhafte Erfahrungen gesammelt. Statt effizienter zu werden und Geld zu sparen, erlebte so mancher Betrieb, dass die Zusammenarbeit mit zumeist indischen oder chinesischen IT-Experten keineswegs immer reibungslos läuft. Sprachliche und kulturelle Unterschiede wurden vielfach falsch eingeschätzt. Nicht wenige Unternehmen beendeten ihre Outsourcing-Abenteuer vorzeitig und mussten teures Lehrgeld dafür zahlen.

Dennoch ist gerade in der IT das Outsorcing auf dem besten Weg, eine Erfolgsgeschichte zu werden. Allerdings nicht als klassisches Outsourcing wie einst, sondern als Cloud- und Managed Services. Ausgelagert wird nicht mehr nach Indien oder China, sondern meistens regional: Unternehmen geben ihre IT und Telekommunikation ganz oder teilweise in die Obhut von Systemhäusern und Systemintegratoren. Dabei handelt es sich teils um global agierende Konzerne, immer häufiger jedoch um bundesweit oder regional operierende Unternehmen.

Zahlreiche Anbieter tummeln sich im stark fragmentierten Managed Services-Markt. Angebote kommen von Telekommunikationsunternehmen, Softwareunternehmen, Hardwareherstellern und Anbietern aus dem Hardware-Wartungsgeschäft. Die Angebote selbst könnten kaum unterschiedlicher sein. Systemhäuser können einzelne Leistungen individuell an die Kundenbedürfnisse anpassen und Pakete schnüren, die beispielsweise die IT-Sicherheit, Backups und Kommunikationsdienstleistungen beinhalten.

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