Out-of-Band-Management für Schweizer Kabelnetzprovider: Beste Verbindung bis in die Alpen

Zur Fernwartung seiner kritischen Infrastrukturen an landesweit verteilten Standorten war der Kabelnetzbetreiber Quickline auf der Suche nach einem neuen Out-of-Band-Management. Zum Einsatz kommt jetzt eine Lösung von Opengear.

Integrierte 4G-Lösung

Simon Koch, Head of Network Operation bei Quickline: »Wir können zielgerichtet arbeiten und schnell agieren, um Netzwerkausfälle und Technikprobleme rasch zu beheben.«
(Foto: Quickline)

»Als zweitgrößter Kabelnetzprovider in der Schweiz haben wir viele weit verstreute Standorte, auch in den Alpen. Da es dort schwierig ist, Kupferkabelverbindungen zu bekommen, haben wir nach einer Alternative gesucht, die uns auch hier eine Out-of-Band-Management-Lösung ermöglicht«, so Simon Koch. »Wir haben mehrere Hersteller evaluiert und uns schließlich für Opengear entschieden. Ausschlaggebend war die integrierte 4G-Lösung der Geräte. Deren Funktionalität und das Komplettpaket mit zentralisiertem Software-Management trafen exakt unsere Anforderungen. Deshalb haben wir uns auch entschlossen, großflächig unser bisheriges Out-of-Band-Management mit der neuen Wireless-OOB-Lösung zu ersetzen, an den großen Standorten mit 12 oder 48 seriellen Ports, an kleineren Standorten mit vier Ports.«

Bezogen hat Quickline ihre neue OOB-Lösung von Sphinx Connect, der Schweizer Tochtergesellschaft des deutschen Distributors Sphinx Computer. »Die Lösung von Opengear eignete sich ideal für den Anwendungsfall bei Quickline, da sie enorme Flexibilität durch Highspeed-Mobilfunk mit effizienter Software-Verwaltung für zuverlässige Netzwerk-Resilienz verbindet«, sagt David Encina, Geschäftsführer von Sphinx Connect, der bei der Projektberatung federführend war.

Die Implementierung der ersten rund 80 OOB-Geräte startete im Herbst 2017. Die Opengear Konsolenserver verfügen neben klassischem Modem-Failover über eine integrierte Lösung per Highspeed-Mobilfunk (3G/4G LTE). Für die Fernwartung und proaktive Überwachung in den Quickline-Rechenzentren kommen nun OOB-Infrastruktur-Manager des Modells »Opengear IM7200« zum Einsatz. Für die landesweit verteilten Points of Presence (POPs) werden »Opengear ACM7000 Resilience Gateways« verwendet, die als kompakte Lösung auf kleinere Remote-Standorte zugeschnitten sind.

»Geplant ist, sukzessive all unsere Standorte auf die 4G OOB-Technologie umzustellen«, erläutert Michel Renfer, IT Manager Strategy & Network bei Quickline. »In den nächsten drei bis fünf Jahren werden wir voraussichtlich insgesamt 200 bis 300 Standorte umrüsten.« Zudem konnte die integrierte Mobilfunk-Option der neuen OOB-Konsolenserver auch bei den Betriebskosten punkten: »Neben der Hardware-Seite war ein weiterer Aspekt, dass unsere bisherigen Out-of-Band-Zugänge über DSL auch kostenmäßig nicht mehr skalierten«, so Renfer. »Wir haben parallel zur Auswahl des neuen OOB-Managements eine Zugangslösung über Mobilfunk gefunden, die hinsichtlich der Betriebskosten massiv günstiger ist als der bisherige kabelgebundene DSL-Zugang.« Da es an vielen neuen Standorten keine Kupferleitungen mehr gibt, sondern nur noch Glasfaser zum Einsatz kommt, waren kabelgebundene OOB-Zugänge für Quickline zudem ohnehin nicht mehr möglich.