Zündkerzendaten halten Maschinen am Laufen: Zeppelin reduziert Motorausfälle bei Industrieanlagen

Der Einsatz der Software »Splunk Enterprise« beim Zeppelin-Konzern ermöglicht die vorausschauende Instandhaltung seiner Maschinen und die Optimierung der Betriebssystemleistung.

Bei Zeppelin wurde das nicht mehr zeitgemäße Monitoring-Tool durch »Splunk Enterprise« ersetzt
(Foto: Zeppelin)

Das deutsche Unternehmen Zeppelin ist vor allem für seine Lösungen in den Bereichen Baumaschinen, Bergbaumaschinen, Landmaschinen, Vermietung von Maschinen, Baulogistik, Baustellenmanagement, Antriebs- und Energiesysteme sowie Maschinen- und Anlagenbau bekannt. Außerdem entwickelt der Konzern neue digitale Geschäftsmodelle für die Bauwirtschaft.

Der Zeppelin-Konzern ist an 190 Standorten in 35 Ländern vertreten und erwirtschaftete mit seinen über 8.000 Angestellten im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von 2,75 Milliarden Euro. Seine konzernweite Zusammenarbeit organisiert das Unternehmen in einer Management-Holding und den sechs strategischen Geschäftseinheiten Baumaschinen EU, Baumaschinen CIS, Rental, Power Systems, Anlagenbau und Z Lab. Diese Struktur ermöglicht es Zeppelin, den operativen Bereich zu zentralisieren und seine Geschäftsmodelle auf verschiedene Märkte und Kunden auszurichten. Die umfangreiche IT-Infrastruktur, die für den Betrieb des Unternehmens erforderlich ist, umfasst SAP-Datenbanken, eine Virtualisierungsplattform auf Basis von VMware und eine hyperkonvergente Infrastruktur für softwaredefinierte Speichersysteme. Das Monitoring und die Analyse der Protokolldateien aus IT-Systemen waren dementsprechend in der Vergangenheit eine enorme Aufgabe.

Zeppelin suchte deswegen nach einer Monitoring-Lösung, die eine umfassende Sicht auf seine komplexe IT-Infrastruktur bot. Das Unternehmen benötigte zudem eine skalierbare Lösung für seinen Dienstleistungsbereich mit Monitoring-Möglichkeiten für die vermieteten Maschinen. Auf diese Weise wollte Zeppelin einem potenziellen Maschinenausfall bei seinen Kunden immer einen Schritt voraus sein.

Der Konzern entschied sich schließlich dafür, sein bestehendes nicht mehr zeitgemäßes Monitoring-Tool durch »Splunk Enterprise« zu ersetzen. Der Systemingenieur Andreas Zientek erinnert sich: »Ich fand Splunk, probierte es zwei, drei Tage aus, rannte zu meinem Chef und sagte ›Genau das brauchen wir!‹«

Mithilfe von Splunks »Machine Learning Toolkit« entwickelte Zeppelin ein Anomalieerkennungsmodell zur Prognose zukünftiger Ausfälle von Zündkerzen, der Hauptursache für das Abschalten von Kraftwerken. Die entwickelten Algorithmen identifizieren potenzielle Anlagenfehler im Voraus und geben eine Warnung aus, um einen möglichen Stillstand zu vermeiden. »Die Zündkerze ist die am stärksten beanspruchte Komponente eines Motors. Fällt sie aus, steht der Motor still. Wir wollten unseren Kunden eine Lösung anbieten, mit der ein drohender Ausfall einer Zündkerze bereits im Vorfeld verhindert werden kann«, erläutert Andreas Zientek.

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