Vorzeigeprojekt für Energiemanagement im Rechenzentrum: Sichere Energie für das Datacenter im Atomschutzbunker

Der Hosting-Provider Net.Sitter hat sein Rechenzentrum, das in einem alten Atomschutzbunker untergebracht ist, modernisiert und erweitert. Das Gebäude mit kleinen Türen und einem ungewöhnlichen Grundriss sorgte bei dem Projekt für besondere Herausforderungen.

Transparenz in der Stromversorgungskette

Als Vertriebspartner von Eaton setzt Net.Sitter dessen Lösungen auch selbst ein
(Foto: Net.Sitter)

Das von Eaton und Net.Sitter entwickelte Konzept umfasst fünf Racks, die auf 20 erweiterbar sind, neue USV-Systeme mit erhöhter Autonomie und ein System, das ein intelligenteres Energiemanagement und mehr Transparenz in der gesamten Stromversorgungskette des Rechenzentrums bietet. Die zwei auf 40kVA erweiterbaren USV-Systeme „8kVA 93PS“, die speziell für kleine Rechenzentren entwickelt wurden und die derzeit kleinste Stellfläche auf dem Markt haben, passen ideal zu den besonderen Anforderungen des Standortes. In jedem Rack werden künftig Eaton Power Distribution Units (ePDUs) verwendet, die es Net.Sitter ermöglichen, Kapazitäten genau abzubuchen und zu verwalten. Dank der ePDUs lassen sich angeschlossene IT-Geräte automatisch abschalten und neu starten.
Die Intelligent Power Manager (IPM) Infrastructure von Eaton, ermöglicht es Net.Sitter, Leistungs- und Umweltmetriken von IT-Racks im Rahmen der IT-Infrastruktur einfach zu überwachen. Mit Eatons Intelligent Power Manager (IPM)-Software, die sich in die bestehende VMware-Virtualisierungsplattform von Net.Sitter integriert, lassen sich Geräte über das Netzwerk von einer einzigen Schnittstelle aus verwalten.

Net.Sitter hat sein Rechenzentrum modular aufgebaut, so dass sich in Zukunft alle Erweiterungen der Stromversorgungslösungen bis maximal 40kVA durch Firmware-Updates realisieren lassen, ohne dass zusätzliche elektrische Arbeiten erforderlich sind. Dafür lieferte Eaton eine geschlossene Lösung. Das modernisierte und erweiterte Rechenzentrum von Net.Sitter ging innerhalb von vier Monaten nach Beginn der ersten Planung in Betrieb und wird nun mit dem neuen Energiemanagement-Konzept erfolgreich betrieben. Im Laufe des vergangenen Jahres hat das System den Kunden von Net.Sitter eine hundertprozentige Verfügbarkeit ermöglicht. Damit sieht Net.Sitter sich nun gut auf-gestellt, sein Hosting-Geschäft auszubauen. Darüber hinaus hat das Unternehmen die Kapazität seines Rechenzentrums im Jahresvergleich fast verdoppelt und erreicht nun fast zwei Petabyte. Um den gestiegenen Geschäftsanforderungen gerecht zu werden, plant Net.Sitter bereits, seine Strom- und Batteriekapazität noch einmal zu erweitern.