Fragmentierte IT-Sicherheit: Cybermüdigkeit befällt IT-Security-Entscheider

Noch nie war die Mauer höher, die Zahl an Hürden größer – und doch finden Hacker stets den Weg ins Unternehmensnetzwerk. Dabei gäbe es Lösungen gegen verlorene Pfade in der IT-Security.

KI und Automation

Es läuft also etwas gewaltig schief in den für IT-Sicherheit zuständigen Abteilungen, was freilich von der IT-Security-Industrie nicht immer vorausschauend korrigiert wird – Stichwort Überversorgung. Noch immer lassen sich zu viele Entscheider offenbar vom amerikanischen Schriftsteller Mark Twain leiten, von dem das wohl schönste Zitat zur Orientierungslosigkeit stammt: „Nachdem wir das Ziel endgültig aus den Augen verloren hatten, verdoppelten wir unsere Anstrengungen.“

Wie es anderes gehen sollte, und dafür sind solche Studien wie jene von Cisco auch gemacht, weiß der Netzwerkhersteller freilich. Cisco ist ja weit mehr als nur Router- und Serverhersteller. Ohne eine IT-­Sicherheitsarchitektur und ent­sprechender Dienste, die mit der physischen Infrastruktur eines Unternehmens verbunden werden, kann kein Netzwerkhersteller dauerhaft am Markt besteht. „Technologie muss effektiver eingesetzt werden, um die Komplexität zu reduzieren“, sagt Klaus Lenssen, Chief Security Officer bei Cisco Deutschland und Leiter des Security & Trust Office hierzulande.

Integrierte und vor allem intelligente Lösungen, die auf maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz setzen, seien der richtige Weg. Genauso wichtig wäre ein hoher Grad an Automatisierung, um die Sicherheitssysteme handhabbar zu machen. Weniger ist eben mehr. Wenn die deutsche Wirtschaft insgesamt mehr in IT-Sicherheit investieren will, wie der Branchenverband Bitkom kürzlich feststellte, dann bleibt zu hoffen, dass IT-Security-Entscheider vor allem ihre fragmentierte Infrastruktur nicht noch mehr um Insellösungen splitten.

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